Bumerangferse

Momentan bin ich mal wieder im Sockenfieber (passt ja ganz gut zum derzeitigen „Hyggelig“-Trend):

Ich stricke die Ferse eigentlich immer als traditionelle Käppchenferse, aber jetzt habe ich bei Stine & Stitch eine gute Anleitung für eine Bumerangferse gefunden, die ja angeblich besser sitzen soll. Die werde ich wohl beim nächsten Sockenprojekt einmal ausprobieren.

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Leseratte

Lesezeichen sind tolle kleine Mitbringsel oder Beigaben zu einem Buchgeschenk. Bisher habe ich eher traditionelle Lesezeichen aus Lace-Wolle oder ganz dünner Baumwolle gestrickt sind (die Anleitungen sind aus dem Buch 1-Knäuel-Ideen stricken):

 

Aber diese Anleitung von Supergurumi für eine Leseratte (!) könnte mich fast dazu verleiten, mal wieder zur Häkelnadel zu greifen.

Wirklich nett zum Aufpeppen eines Buchgeschenks … (Weihnachten naht mit Riesenschritten … ;-o)

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Nachtrag im April 2017:

Inzwischen habe ich die Leseratten-Lesezeichen einmal ausprobiert. Hier das Ergebnis:

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Witzig, oder?

 

Psychotest für Stricksüchtige

Also, einige der Punkte in diesem Psychotest kann ich von ganzem Herzen mit Ja beantworten:

  • Du hast bei 40° im Schatten einen dicken Wollpulli im Schoß, weil Weihnachtsgeschenke fertig werden müssen.
  • Du kreischt eher bei Buttinette als bei Zalando.
  • Bei jedem Fädchen überlegst Du, was man daraus machen könnte.
  • Du wirst nicht mehr mit Namen, sondern nur mit „zählst Du gerade?“ angesprochen.
  • Dein Wollvorrat wiegt mehr als Du selbst.
  • Du erkennst Schauspieler nur an ihrer Stimme, weil Du Filme eher hörst als siehst.

Und hier ein Beispiel für die Auswüchse meiner Stricksucht:

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Altbewährtes neu belebt

Momentan sind ja Zackenmuster (auch Chevron- oder Missoni-Muster genannt) ziemlich in. Obwohl dieses Muster jetzt einen coolen Touch hat, ist es eigentlich nichts Neues. Früher nannte man es ganz bieder „Fischgrätmuster“.

Da ich es auch mal ausprobieren wollte, habe ich nach Anleitungen gesucht und die von Elizza von Nadelspiel als beste und klarste empfunden. Unschlagbar ist, dass man nur eine Musterreihe hat, damit aber einen tollen Effekt erreicht. Hier ist der Anfang meines Zickzackschals:

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Auch die bereits fertiggestellten Socken sind ganz ansprechend geworden. Hier habe ich eine andere Anleitung verwendet und leicht abgewandelt.

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Macht Lust auf mehr … Und die eher herbstlichen Temperaturen heute (16 Grad am Mittag ist nicht gerade das, was man Anfang August erwarten würde) tun ihr Übriges dazu, mal wieder an Socken zu denken …

Auf den Nadeln im Juli

Diesmal bin ich etwas spät dran für die “Auf den Nadeln”-Aktion von Maschenfein, aber besser spät als nie …

Im Juli habe ich schon ein Projekt fertiggestellt (es geht doch nichts über eine Wochenendreise, bei der man als Beifahrerin reichlich Zeit und Muße hat, zu stricken …): einen Sommer-Loop. Er wurde nach einem recht einfachen Muster mit Fallmaschen gestrickt. Das Maschenfallenlassen hat mich am Anfang etwas Überwindung gekostet, aber das endgültige Maschenbild finde ich ganz ansprechend und mit seiner Luftigkeit perfekt für den Sommer.

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Als zweites kleines Projekt, das man gut nebenher beim Fernsehen und auf dem Beifahrersitz stricken kann, habe ich mit einem Paar Socken mit Wolle aus dem (umfangreichen) Bestand angefangen. Das ist zwar eigentlich mehr was für den Herbst oder Winter, hat aber den Vorteil, dass man es leicht mitnehmen kann und sich nicht groß dabei konzentrieren muss. Als kleines Highlight werde ich zumindest noch ein Zopfmuster integrieren. Ganz langweilig soll’s ja auch nicht sein …

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Ansonsten würde ich noch gern ein etwas größeres und anspruchsvolleres Projekt beginnen, kann mich aber nicht so recht entscheiden, ob es eine Sommerstrickjacke (http://www.ravelry.com/patterns/library/whippet-2), ein Lace-Schal (http://www.gemachtmitliebe.de/zickzackschal-stricken/) oder vielleicht doch mal wieder ein Stricktierchen (eventuell ein Erdmännchen?) werden soll. Bis ich mich entschieden habe, müssen halt die Socken als Entspannungshilfe herhalten …

Yarn bombing

Ich war ja schon begeistert über die umstrickten Bäume in Eidfjord (Norwegen),

aber diese „Yarn bombing“-Projekte gehen um ein Vielfaches darüber hinaus:

http://www.answers.com/article/30924284/10-ridiculously-cool-yarnbombing-projects

Ich hab ja immer schon mal überlegt, ob ich unser Wohnmobil nicht umstricke, aber ich fürchte, da macht der Göttergatte nicht mit. Dabei sehen der Londoner Bus und der Wohnwagen in Denver doch eigentlich ganz nett aus …

Stricken in Norwegen

Hier war eine Weile Funkstille, weil ich im Urlaub war, aber jetzt bin ich – voll von neuen Eindrücken und Inspirationen – wieder da. Norwegen ist ein tolles Land mit einer majestätischen Landschaft und einer atemberaubenden Natur. Überrascht hat mich auch, welch einen hohen Stellenwert dort das Handarbeiten hat – viel höher als bei uns. In fast jedem noch so kleinen Ort gibt es eine Möglichkeit, Wolle zu kaufen, und in den größeren Orten habe ich fantastische Wollläden entdeckt – mit einer Riesenauswahl und einer inspirierenden Atmosphäre. (Buchläden hingegen waren oft Mangelware, aber das ist wieder ein anderes Thema …)

Besonders gut hat es mir in Eidfjord gefallen, einem kleinen Ort am Ende des Hardangerfjords. Hier waren die Strickerinnen so kreativ und fleißig, dass sie die Bäume an der Straße in den Ort mit viel Liebe und Begeisterung ganz unterschiedlich umstrickt haben. Und mir wurde berichtet, dass diese „Baumsocken“ jedes Jahr im April erneuert werden, sodass die Straße in jedem Jahr etwas anders aussieht und in neuem Glanz erstrahlt.

Bei soviel Inspiration blieb es natürlich nicht aus, dass ich mich in den Wollläden kaum zurückhalten konnte, aber ich finde, meine „Beute“ war noch gemäßigt (das hatte vielleicht auch damit zu tun, das ich eine große Reisetasche allein mit Wolle und Strickanleitungen dabei hatte – für Schlechtwettertage, von denen es aber im Endeffekt nur sehr wenige gab …):

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Jetzt habe ich wieder richtig Lust, mich mal wieder am Norwegermuster zu probieren. Eigentlich ist mir das früher nie so gut gelungen. Die gespannten Fäden waren bei mir irgendwie immer zu kurz, wodurch sich das Strickstück dann unschön wellte … Aber nach soviel geballter Inspiration werde ich mich wohl nochmal ‚rantrauen. Angefangen habe ich ja schon in Norwegen mit den Untersetzern und dem Topflappen in den norwegischen Nationalfarben. In der Doubleface-Technik habe ich ja nicht das Problem mit den zu fest gespannten Fäden.

Aber ich bin sicher, auch bei anderen Strickstücken kriege ich das irgendwie hin. Ich werde mal verschiedene Fadenhaltetechniken ausprobieren und erstmal mit einem kleinerem Projekt (zum Beispiel einer Socke) beginnen, ehe ich mich an Pullover und Ähnliches heranwage.

Granny Squares mit Arne & Carlos

Auch wenn ich ja eher eine Strickerin bin, macht dieses Tutorial von Arne & Carlos Lust, mal wieder Granny Squares zu stricken.

Auf jeden Fall ist das eine gute Möglichkeit, mal im Strickvorrat aufzuräumen und Wollreste zu verbrauchen … Und am Ende hat man eine tolle farbenfrohe Decke oder zumindest eine Kissenhülle. Wenn nur das lästige Zusammennähen oder -häkeln am Schluss nicht wäre …

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Ich finde die Tutorials von Arne & Carlos immer wieder schön anzusehen. Die beiden sind einfach sympathisch und ihre Erklärungen gut verständlich (besonders schön fand ich in diesem Granny-Square-Tutorial wie Arne mit der englischen „Häkelsprache“ kämpft … Das kann ich absolut nachvollziehen!)

Kürzlich kam auch noch das zweite Tutorial für eine alternative Art und Weise, die Granny Squares zusammenzufügen. Sie gefällt mir sehr gut, auch wenn sie etwas aufwändiger ist als das pure Zusammennähen der Quadrate. (In diesem Tutorial hat sich auch noch der Hund der beiden – Freya – eingeschlichen, was ich sehr amüsant fand. Die ganze Zeit kaut sie auf etwas, das wie ein Spielzeugtier aussieht. Ich habe die ganze Zeit befürchtet, dass sie zwischendurch die Häkeldecke erwischt …)

Auf den Nadeln im April

Letztlich habe ich mich in eine tolle maritime Baumwolle verliebt und entschieden, sie zu einem Sommer-Loop zu verarbeiten:

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Seitdem bin ich im „Loop-Fieber“ und habe gleich noch einen weiteren angefangen (mit ganz dünner Wolle und dickeren Nadeln, so dass er schön luftig wird).

Mein zweites Projekt in diesem Monat sind zwei Kissen fürs Wohnmobil in Mittelblau, und als drittes ist noch ein altbekannter Kandidat aus dem Winter wieder aufgetaucht. Der blaue Pullunder mit Zopfmuster, den ich im letzten Monat fertiggestellt habe (naja, zumindest dachte ich das …), gefällt mir so doch noch nicht. Der Armabschluss bedarf noch Verbesserung (wahrscheinlich kommt noch ein Stück Ärmel dran), und auch an der Länge muss ich wohl noch etwas nacharbeiten.

Also, dies sind meine (derzeitigen) Projekte für April:
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Weitere Inspirationen gibt es sicher noch im Maschenfein-Blog und der monatlichen „Auf den Nadeln“-Aktion.