Kölner Wollfestival

Am Samstag, den 19. August 2017, war es endlich soweit: mein erstes Mal beim Kölner Wollfestival. Nachdem die Eintrittsschlange gemeistert war, habe ich mir erstmal im Bistro einen Kaffee mit Blick auf den Rhein gegönnt (hinterher stellte sich heraus, dass es eine gute Idee war, gleich einen Kaffee zu trinken, da das Bistro mit den Menschenmassen ziemlich überfordert war und die Warteschlange für Kaffee und sonstige Stärkungen ziemlich abschreckend war. Gut, dass ich mir etwas eigenen Proviant eingepackt hatte …).

Frisch gestärkt ging es dann ins Wollgetümmel: viele Stände mit Wolle, Wolle, Wolle, Zubehör und nettem Schnickschnack. Drei Stränge Wolle wanderten in meine Beutetasche (ich war stolz auf mich, dass es nicht mehr waren …). Hier ein paar Eindrücke vom bunten Wolltreiben:

Und am Nachmittag kam dann das Highlight: ein Workshop bei Thorsten Duit zum Thema „Zweifarbiges Patent“. Fazit: wunderschöne, lehrreiche und unterhaltsame zweieinhalb Stunden bei einem kompetenten und witzigen Lehrer, der die Faszination und Freude an dieser tollen Technik gut ‚rüberbrachte und nebenbei noch gut erklären konnte. Respekt! Hier das Resultat des Workshops:

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Zuhause habe ich gleich meinen Wollvorrat geräubert und mit einem Patent-Projekt begonnen (schließlich sollte man neu erlernte Fertigkeiten ja gleich üben!): ein Dreieckstuch:

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Mal sehen, wie lange ich brauche, um es fertigzustellen. Einige andere Projekte (Socken & Co.) sind ja auch noch in der Mache …

Meine Quintessenz dieses Tages beim Wollfestival in Köln: Alles in allem hat es sich gelohnt, die Fahrt nach Köln zu machen. Zwischendurch war ich zwar etwas genervt von den Menschenmassen, die sich an den Ständen drängten, aber es war schon faszinierend, so viele Wollverrückte an einem Ort zu erleben. Und spätestens der Workshop bei Thorsten Duit hat den Frust dann wieder vertrieben: nette Mitstrickerinnen, ein toller Workshop-Leiter und eine interessante neu erlernte Fertigkeit. Was will man mehr?

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Steeking

Ein Souvenir, das ich vom Edinburgh Yarn Festival mitgebracht habe, ist eine Anleitung für einen „tea cosy“, auf dem sich die schottische Nationalpflanze, eine blühende Distel, wiederfindet. Zunächst sah die Anleitung wie eine ganz normale Strickanleitung für einen Teewärmer mit Fair-Isle-Muster aus. Also nicht zu einfach, nicht zu schwer.

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Beim Stricken stellte sich dann aber heraus, dass hier auch die Technik des „Steeking“ verwendet wird. Der Teewärmer wird zunächst einfach in Rechtsrunden fertig gestrickt und hat keine Löcher für den Griff und die Tülle. Diese werden – nach etwas Vorarbeit – am Ende mutig herausgeschnitten!

Das ist der Teil, an dem ich jetzt festsitze. Ich traue mich einfach nicht, mein Machwerk zu zerschneiden …

Die Vorarbeiten sind alle geleistet (naja, zumindest nach bestem Wissen und Gewissen und nach Konsultation verschiedener Anleitungen), aber jetzt liegt das Projekt schon einige Wochen auf Eis:

Bestimmt bringe ich es vor dem Winter noch über mich, den „tea cosy“ zu zerschneiden und meine Teekanne mit einem wunderschönen Teewärmer zu bestücken (der sich nicht wegen fallender Maschen langsam wieder auflöst …).

Doubleface-Stricken mit Arne & Carlos

Eine etwas andere Art und Weise des Doubleface-Strickens – zumindest mache ich den Anschlag anders (und einfacher). Es sieht aber so aus, als ob die Ränder bei Arne & Carlos akkurater werden als bei mir. Die Anleitung werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

Die Fadenhaltung finde ich allerdings viel zu umständlich bei den beiden (so kommt man ja überhaupt nicht voran …). Da bleibe ich lieber bei meiner überkreuzten Fadenhaltung …

Bisher habe ich ja hauptsächlich Untersetzer in Doubleface-Technik gestrickt (oder auch mal einen Topflappen).

Aber so ein Frühstücksset oder gar ein Tischläufer wären auch mal interessante (wenn auch zeitaufwändige) Projekte.

Edinburgh Yarn Festival

Dieses Jahr war ich das erste Mal beim Edinburgh Yarn Festival – und es wird sicher nicht das letzte Mal bleiben …

Hier ein paar Eindrücke von einem fantastischen und trotz der vielen Besucher angenehm familiären und freundlichen Woll-Festival:

Wie man sehen kann, gab es reichlich zu gucken und viele Inspirationen und neue Ideen. In zwei Workshops habe ich zudem noch Neues und Nützliches gelernt. Beim ersten Kurs (einem Charity-Workshop vom Teapot Trust) ging es um „Dorset Buttons“ – für mich etwas völlig Neues, aber anscheinend eine ganz alte traditionelle Handwerkskunst aus dem Süden Englands:

Beim zweiten Workshop („Fix it! SOS for knitters“ von Clare Devine) ging es darum, Fehler (die ja beim Stricken immer mal wieder vorkommen) zu reparieren und damit zu vermeiden, viele Reihen wieder aufzutrennen. Sehr nützlich! Auch bei einigen Dingen, die ich bereits reparieren kann (wie falsche rechte oder linke Maschen mehrere Reihen unter der aktuellen Reihe), habe ich einige gute Tipps mitnehmen können, um mir das Leben einfacher zu machen. Das Highlight war aber das Reparieren von Zopfmustern! Daran habe ich mich bisher nicht ‚rangetraut, sondern lieber das Strickstück wieder aufgeribbelt … Jetzt weiß ich, wie’s geht (es ist nicht ganz ohne, aber kein Hexenwerk!), und werde mir sicher in Zukunft einigen Ärger ersparen.

Auf den Nadeln im Februar oder „Drei Fliegen mit einer Klappe“

Der Februar steht bei mir immer noch im Zeichen des Sockenstrickens. Eine schöne Aktion läuft mal wieder beim Stricksocken für Rheinberg e.V.: ein Knitalong (das „Kunterbunte Wolltreiben„) mit dem Ziel, Socken aus den vielen Wollresten, die man so ansammelt, zu stricken.

Das gibt mir Gelegenheit, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Gutes tun, ausmisten und entspannen. Perfekt!

Sabine Baier vom Stricksocken für Rheinberg e.V. hat für das kunterbunte Wolltreiben ein tolles Strickmuster entworfen: das „Schrebergarten-Muster“, das den eckigen Beeten und Wegen zwischen den Beeten in einem traditionellen Schrebergarten nachempfunden ist. Wunderbar zum Verwerten von Wollresten und sieht auch noch super aus. Meine erste Socke wächst und gedeiht:

Auch schön zum Wollresteverwerten finde ich das sogenannte Gummeln. Ein Paar Socken habe ich schon ge“gummelt“. Ganz nett, oder?

 

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Ein weiteres Muster, auf das eine meiner Mitstrickerinnen bei Stricksocken für Rheinberg für die Resteverwertung verwies, ist das Konfetti-Muster. Das gefällt mir auch sehr gut: lustig, farbenfroh und passend zur anstehenden Karnevalssaison. Sobald meine Schrebergarten-Socken fertig sind, werde ich mich an Konfetti-Socken versuchen.

Nachtrag am 27.2.2017:

Gestern bin ich mit dem zweiten Paar Socken fertig geworden. Hier das Resultat der Strickaktion (links die „Schrebergarten“-Socken und rechts die „Konfetti“-Socken):

Stricken für einen guten Zweck

In diesem Jahr werden meine Strickaktivitäten noch mehr als üblich auf einen guten Zweck ausgerichtet sein. Der Verein Stricken für Rheinberg e.V. unterstützt verschiedene soziale Projekte – von der Obdachlosenhilfe bis zum Kinderhospiz -mit handgestrickten Socken.

Meine erste Sendung Socken war Anfang Januar fertig zum Versand: 4 Paar fürs Kinderhospiz und 3 Paar (mit tatkräftiger Unterstützung meiner Schwester) für die Obdachlosenhilfe:

 

Da der Winter noch andauert, ist das nächste Paar Socken für die Obdachlosenhilfe schon in Arbeit:

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Julekuler stricken mit Arne & Carlos

Noch ist es etwas Zeit bis Weihnachten und damit noch Gelegenheit, die Weihnachtsdeko aufzupeppen. Dazu kommt das YouTube-Video von Arne & Carlos zum Thema Julekuler gerade recht. Vor einigen Jahren war ich fast mal in einem „Julekuler-Rausch“. Hier sind einige der Ergebnisse:

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Auf der Schachenmayr-Webseite gibt es noch weitere Informationen zu den gestrickten Weihnachtsbaumkugeln – bis hin zum Julekuler Designer, mit dem man seine eigenen Muster entwerfen kann:.

Ich habe zwar bis Weihnachten noch einige Projekte auf den Nadeln, aber bei den Julekuler kribbelt es mir wieder in den Fingern. Vielleicht versuche ich mich doch noch an einigen neuen Mustern …

Leseratte

Lesezeichen sind tolle kleine Mitbringsel oder Beigaben zu einem Buchgeschenk. Bisher habe ich eher traditionelle Lesezeichen aus Lace-Wolle oder ganz dünner Baumwolle gestrickt sind (die Anleitungen sind aus dem Buch 1-Knäuel-Ideen stricken):

 

Aber diese Anleitung von Supergurumi für eine Leseratte (!) könnte mich fast dazu verleiten, mal wieder zur Häkelnadel zu greifen.

Wirklich nett zum Aufpeppen eines Buchgeschenks … (Weihnachten naht mit Riesenschritten … ;-o)

***

Nachtrag im April 2017:

Inzwischen habe ich die Leseratten-Lesezeichen einmal ausprobiert. Hier das Ergebnis:

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Witzig, oder?

 

Psychotest für Stricksüchtige

Also, einige der Punkte in diesem Psychotest kann ich von ganzem Herzen mit Ja beantworten:

  • Du hast bei 40° im Schatten einen dicken Wollpulli im Schoß, weil Weihnachtsgeschenke fertig werden müssen.
  • Du kreischt eher bei Buttinette als bei Zalando.
  • Bei jedem Fädchen überlegst Du, was man daraus machen könnte.
  • Du wirst nicht mehr mit Namen, sondern nur mit „zählst Du gerade?“ angesprochen.
  • Dein Wollvorrat wiegt mehr als Du selbst.
  • Du erkennst Schauspieler nur an ihrer Stimme, weil Du Filme eher hörst als siehst.

Und hier ein Beispiel für die Auswüchse meiner Stricksucht:

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